Traumberuf Makler Logo

Immobilienmakler werden, was verdient ein Makler, Ausbildung zum Makler und Karriere als Immobilienmakler. Rund um die Tätigkeit des Immobilienmaklers ranken sich Mythen und Halbwissen. Im Folgenden der Versuch, etwas Licht ins Dunkel zu bringen und bei der Entscheidung für oder gegen ein Arbeitsleben im Bereich Immobilien zu helfen.

Traumberuf Makler?

Traumberuf Makler - wahr oder Wunschdenken? Die Kurzversion lautet, dass Immobilienmakler für die richtige Person und mit den passenden Rahmenbedingungen sicherlich so attraktiv sein kann, dass man dann von einem Traumberuf sprechen kann. Verallgemeinern lässt dies aber nicht. Wie wohl überall wächst auch im Immobiliensektor das Geld nicht auf Bäumen - zumindest nicht für den einfachen, angestellten Immobilienmakler.

"Makler werden", "Was vedient ein Makler" oder "Ausbildung zum Immobilienmakler" sind einige Phrasen, mit denen in der Suchmaschine Google nach themenrelevanten Informationen gesucht wird. Aus diesen Suchanfragen wird noch nicht zwingend ersichtlich, dass die Suchenden den Maklerberuf als Traumberuf ansehen. Interesse besteht gleichwohl, ob das Interesse am Maklerberuf größer ist als an anderen Berufen, müsste aber aufwendig eruiert werden.

Traumberuf Makler
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Vorteile des Maklerberufs

Gibt es etwas, das den Beruf des Immobilienmaklers von anderen Berufen positiv abhebt? Als ein Vorteil wäre zu nennen, dass man als Makler "rauskommt" und nicht durchgehend im Büro hockt. Berufe, die ganz oder teilweise im Freien stattfinden, sind üblichweise gering bezahlt und körperlich belastend. Es gibt wenige eher akademische, nicht so körperliche und gut bezahlte Tätigkeiten, bei denen man immer wieder das Büro verlassen kann. Landschaftsarchitekt oder Architekt wären weitere Berufe dieser Art, und beide haben auch mit Immobilien zu tun.

Ein weiterer Vorteil ist, dass der Themenbereich "Gebäude, Wohnen, Architektur, Bauwesen" gegenständlich, also nicht zu abstrakt, ist und eine große wirtschaftliche und oft auch ideelle Bedeutung für Beteiligte hat, etwa für Käufer oder Verkäufer einer Immobilie. Der Arbeitsinhalt eines Maklers ist also nicht profan oder unbedeutend. Zudem haben Immobilien oft eine Geschichte und Lebensläufe sind mit Immobilien verknüpft. Man arbeitet also an und mit Dingen, die wichtig sind und eine Bedeutung haben.

Karriere als Immbilienmakler
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Wieviel verdient ein Immobilienmakler?

Wieviel verdient ein Friseur? Ziemlich viel, wenn er seinen eigenen, sehr gut gehenden Laden hat. Eventuell auch als angestellter Friseur mit den richtigen Rahmenbedingungen. Generell gilt das Friseurhandwerk aber nicht als ausgesprochen lukrativ. In der Immobilienbranche sind die Verdienstmöglichkeiten ebenfalls weit gefächert und hängen von vielen Faktoren ab. Dass man als angestellter Makler besonders gut verdient, trifft eher nicht zu - schon gar nicht grundsätzlich.

Trotzdem kann auch ein angestellter Makler gut verdienen, insbesondere wenn er einen Teil des Gehalts als Provision bekommt und viele Abschlüsse erzielt. Aber schon hier liegt der Teufel im Detail. Wie sollte ein angestellter Makler besonders viele Abschlüsse erreichen, die Provisionen auslösen und in der Summe ein hohes Gehalt ergeben? Wenn die hohe Zahl der Abschlüsse (Leads, Käufe, Verkäufe) individuell an der Person oder den Kontakten des Maklers festgemacht werden kann und ein anderer Makler nicht ähnliche Leistungen bringen könnte, dann sind sehr lukrative Bezüge sicherlich möglich. Wenn jemand soviele Abschlüsse liefern kann, wird er aber meistens nicht festangstellt arbeiten, sondern selbständig bzw. mit eigenem Unternehmen. Und selbständig ist natürlich vieles möglich, nicht nur in der Immobilien- sondern auch in vielen anderen Branchen.

Besonders viele Abschlüsse zu erzielen, ist also ein Weg, um als Immobilienmakler viel zu verdienen, aber das ist viel leichter gesagt als getan und ist abgesehen davon nichts, was typisch für die Immobilienwirtschaft wäre. Der Verdienst ist in jeder Branche hoch, wenn man sehr viel Geschäft akquiriert oder eben mit eigenem Unternehmen oder selbständig vieles richtig macht.

Das höchste REGULÄRE Gehalt haben in Deutschland Ärzte. Ungeachtet dessen kann natürlich ein Bäcker, Elektriker oder Immobilienmakler mehr verdienen als ein Arzt, aber kaum als reguläres Festgehalt im Angestelltenverhältnis.

Was verdient ein Immobilienmakler
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Immobilienmakler werden

Der Begriff Immobilienmakler ist nicht geschützt und es bedarf keiner spezifischen Ausbildung, um als Immobilienmakler am Markt tätig zu werden. Dennoch gibt es in der Branche einen starken Trend, sich auszubilden und gewissermaßen Titel zu sammeln, um sich so gegenüber Maklern ohne Ausbildung abzuheben, aber natürlich auch, um Kunden eine fachgerechtere Dienstleistung bieten zu können. Und Unternehmen, die Makler anstellen, bestehen ohnehin oft auf einer relevanten Ausbildung. Als angehender Makler hat man hier also gar keine andere Wahl als eine Ausbildung zu machen. Sie können also sofort Immobilienmakler "werden", indem Sie einfach behaupten, einer zu sein.

Es gibt mehrere Studiengänge oder Ausbildungen im Bereich Immobilien. Immobilienkaufmann, Immobilienwirt und Immobilienökonom sind, hierarchisch geordnet, drei bekannte Ausbildungen bzw. Studiengänge. Diese Ausbildungen werden meist bei Industrie- und Handelskammern, privaten Schulen oder Hochschulen gemacht und kosten oftmals Geld. Bei dualen Studiengängen werden die Ausbildungskosten oft ganz oder teilweise vom Arbeitgeber übernommen.

Karriere als Immobilienmakler
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Immobilienmakler-Karriere

Mit einem stetig wachsenden Netzwerk an Kontakten und potentiellen Käufern und Verkäufern von Immobilien sowie stetiger Weiterbildung ist Immobilienmakler sicherlich ein Beruf, in dem man sich mit der Zeit persönlich weiterentwickeln, die Attraktivität der Projekte und Objekte steigern und das eigene Einkommen steigern kann.