Versicherungsbetriebswirt
Qualifikation für anspruchsvolle Führungsaufgaben
Als Fachkraft in der Versicherungsbranche möchten Sie studieren und trotzdem ihren Beruf nicht aufgeben. Berufsbegleitend führt der Studiengang zum Abschluss Versicherungsbetriebswirt, der über ein sehr hohes Ansehen in der Versicherungsbranche verfügt und die höchste Stufe der brancheninternen Bildungsangebote darstellt. Dabei verbindet das Studium wirtschaftswissenschaftliche Ansprüche mit den Bedürfnissen der Versicherungspraxis, vermittelt die Fähigkeit eigene Lösungsansätze zu entwickeln und zu vertreten und qualifiziert die Absolventen somit für die Übernahme anspruchsvoller Führungsaufgaben in der Branche.
Ausbildung
- Zielgruppe
Das Studium richtet sich an die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter in der Versicherungswirtschaft, die ihr Fachwissen auf wissenschaftlichem Niveau erweitern wollen, um sich für anspruchsvolle Führungsaufgaben zu qualifizieren; unabhängig davon ob die berufliche Tätigkeit im Innen- oder im Außendienst ausgeübt wird. Wichtig ist, dass ein großes Interesse an den wirtschaftlichen und rechtlichen Zusammenhängen in der Versicherungswirtschaft besteht und Engagement, Belastbarkeit sowie Durchhaltevermögen vorhanden sind.
- Voraussetzungen
Voraussetzungen für die Teilnahme am Studium ist der Abschluss zum Geprüften Versicherungsfachwirt mit einer Mindestdurchschnittsnote von 3,5.
Bei Nichterreichen dieses Notendurchschnitts besteht die Möglichkeit, sich in einem Fachgespräch mit dem jeweiligen Studienleiter zum Studium zu qualifizieren. Der Studienbeginn über diesen Zulassungsweg setzt eine mehrjährige Berufspraxis in der Versicherungswirtschaft voraus.
Im Einzelfall kann eine Zulassung auch anhand einer vergleichbaren Vorqualifizierung erfolgen. Dies ist vom Zulassungsausschuss zu prüfen und gegebenenfalls in einem Fachgespräch nachzuweisen.
- Inhalt des Studiums
Das Studium zum Versicherungsbetriebswirt ist wirtschaftswissenschaftlich ausgerichtet; seine Schwerpunkte liegen im versicherungswissenschaftlichen Bereich. Das Studium richtet sich nach einem bundeseinheitlichen Rahmenstoffplan und umfasst 600 Unterrichtsstunden, die auf vier Semester verteilt sind.
Fachbereiche sind:
- Allgemeine Betriebswirtschaftslehre
- Volkswirtschhaftslehre
- Versicherungsbetriebslehre
- Recht
- Unternehmensführung
- Personalwirtschaft
- Methodik
- Führungskompetenz
Prüfung
Die Prüfung zum Versicherungsbetriebswirt besteht aus zwei Prüfungsabschnitten, der Zwischen- und Abschlussprüfung:
Zwischenprüfung: nach zwei Semestern ist eine schriftliche Zwischenprüfung in fünf Fächern zu absolvieren. Das erfolgreiche Bestehen der Zwischenprüfung ist die Voraussetzung, um zur Abschlussprüfung zugelassen zu werden.
Abschlussprüfung: diese besteht aus drei Prüfungsabschnitten: Im dritten Semester ist eine 40-seitige Abschlussarbeit zu erstellen, für deren Bearbeitung ein Zeitraum von drei Monaten eingeräumt wird. Die bestandene Abschlussarbeit stellt den ersten Teilabschnitt der Abschlussprüfung dar. Im Anschluss an das vierte Semester findet der schriftliche Teil der Abschlussprüfung statt, dabei werden alle fünf Fächer geprüft. Nach Bestehen dieses zweiten Teilabschnitts werden die Studierenden zum dritten und letzten Prüfungsabschnitt, der mündlichen Abschlussprüfung, zugelassen. Diese besteht aus sechs einzelnen Prüfungen jeweils 15 Minuten lang.
Das Basisgebiet Methodik und Führungskompetenz wird nicht wie die üblichen Fächer in Form einer schriftlichen Zwischenprüfung und einer schriftlichen und mündlichen Abschlussprüfung geprüft und bewertet. Ein Credit-Point-System erlaubt es, die Leistungsnachweise studienbegleitend, beispielsweise in Form von Referaten, Diskussionspapieren, Vorstandsvorlagen sowie einem Kurzvortrag im Rahmen der mündlichen Abschlussprüfung zu erbringen.
